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Scrumwall – mit oder ohne digitale Hilfsmittel?

Heute gibt es wieder einen „Mitmach“-Beitrag. Es geht um das Thema Scrum und im Speziellen um die Scrumwall (oder Scrumboard). Auf dieser sind die aktuellen Aufgaben angeheftet und wandern durch die verschiedenen Status hindurch bis sie zur Übersicht abgenommen werden können. Oftmals wird in der Literatur ein Whiteboard oder ähnliches Instrument beschrieben, das mit Papierkärtchen gefüllt ist. Wie sieht das bei euch aus? Gibt es ein digitales Pendant?

Doch bevor es Kommentare zu dem Thema zu lesen gibt, hier auch die Vorgehensweise die sich bei uns im Team etabliert hat und die bisher gut funktioniert.

Für unser Daily Scrum arbeiten wir mit einer herkömmlichen Scrumwall. Dort befinden sich dann auch die Karten aus Papier. Diese werden entsprechend des Zustandes verschoben und sind mit einer kurzen Beschreibung versehen und mit einer Referenz auf unseren Bugtracker.

Durch den Bugtracker haben wie die Möglichkeit Arbeitszeiten, zusätzliche Informationen, fachliche und technische Anmerkungen an der jeweiligen Aufgabe anzuhängen. Diese Aufgaben werden natürlich nicht als Bug erfasst, sondern haben einen eigenen Typ. Als Tool wird Jira benutzt. Wir nutzen die Greenhopper Erweiterung nicht, sondern haben für die Aufgaben eigentlich in der digitalen Fassung nur 3 Zustände.

  1. Aufgabe liegt beim Product Owner und ist noch nicht bereit für die Entwicklung
  2. Aufgabe wird von einem Entwickler bearbeitet und ist diesem zugeordnet
  3. Aufgabe liegt beim PO ist aber als geschlossen markiert, d.h. die Aufgabe ist erledigt

Ein großer Vorteil des Vorgehens ist für uns, dass man über die Jira-Referenznummern die Aufgaben schneller findet und so auch in weiteren Dokumenten verlinken kann.
Mitarbeiter die nicht vor Ort arbeiten können so auch alle Informationen ihrer Aufgaben im Blick haben und der Verwaltungsoverhead wird möglichst gering gehalten.

Nun kommen wir aber zurück zur eingangs gestellten Frage. Wie sieht das bei euch aus? Benutzt ihr eine spezielle Software und wenn ja, welche? Benutzt ihr nur Papier und Whiteboard?

6 Kommentare

  1. Aus verschiedenen Firmen kenne ich das mit Whiteboards und Pappkarten und finde das System auch ganz angenehm, weil es doch einen guten Überblick gibt und zudem auch ein „haptisches Erlebnis“ bietet, wenn man die Tasks verschieben oder in die Tonne werfen kann.

    Für externe/entfernte Mitarbeitet ist das dann leider nicht möglich.

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  2. Ich habe noch vor einiger Zeit das Kanbantool für mich entdeckt ( http://kanbantool.com/ ). Es kann zwar nicht direkt in Bugtracker oder Projektmanagement-Tools direkt eingebunden werden, ist aber äußerst flexibel und findet auch außerhalb der IT genug Freunde (und Nutzer).

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    • Das „haptische Erlebnis“ – wie Daniel es nennt – fehlt beim Greenhopper. Wir wollten dann neben den Karten die Informationen nicht doppelt pflegen und haben uns darum gegen den Greenhopper entschieden. Vielleicht wäre diese Entscheidung anders gewesen, wenn es einen großen Touchscreen beim Daily Scrum gäbe. 😉

  3. Für uns (fotocommunity) hat es sich als am praktischsten heraus gestellt, einfach nur die „analogen“ Karten zu benutzen. Anfangs haben wir zusätzlich digital gearbeitet. Das war aber einfach nur doppelte Buchführung, und „lästiges Muss“.

    Mit den Karten fahren wir sehr gut. Hat man auch was zum „anfassen“. Eine Karte abzuhängen, wenn man mit einem Task durch ist, ist toll 🙂

    Stephan

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  4. Ich habe auch Kanban Tool ( http://www.kanbantool.com ) probieren. Ich glaube, dass ist ein nützliches Tool, das Teamarbeit erleichtert. Das verbessert auch die Kommunikation. In meinem privaten Gefühl, KanbanTool ermöglicht die Einführung der Prinzipien von Scrum.

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