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PHP 5.3 Certification – ein Review

Wie bereits angekündigt habe ich am letzten Freitag die Beta-Version der PHP 5.3 Zertifizierung gemacht. Das Ergebnis wird mir in ca. 1 Monat mitgeteilt, da der Clou an einem Betatest ja die Auswertung für den Testersteller (in diesem Fall Zend) ist. Da dieser Test zu gegebener Zeit der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird, will ich hier mal kurz vorstellen aus welchen Themenbereichen ich befragt wurde.

Die genauen Fragen habe einerseits nicht auswendig gelernt, andererseits bezweilfe ich, dass es rechtlich unbednklich wäre diese zu veröffentlichen. Somit gibt es kein Gedächtnisprotokoll oder ähnliches. Diesen Test habe ich in Saarbrücken absolviert. Die Leute waren freundlich und der Testraum war sehr hell mit Ausblick auf die Umgebung. Somit konnte man beim Nachdenken vorbeilaufende Jogger etc sehen. Der Test hatte wie üblich 70 Fragen bei 90 Minuten Bearbeitungszeit.

Insgesamt waren die Fragen überwiegend Multiple-Choice-Fragen, die genau 1 richtige Lösung hatten. Daneben gab es noch 3-4 MC-Fragen mit mehreren richtigen Antworten und ca. 2 Fragen mit einer Freitext-Antwort.

Themenbereiche

  • Grundsätzlich wurden Zusammenhänge abgefragt. Also viele Aufgaben könnte man mit „Interpreter im Kopf“ beschreiben. Benötigt wird hierfür grundsätzliches Wissen über PHP an sich. Es wird also genau die Fähigkeit geprüft, die ein Entwickler beim Lesen von fremden Quellcode benötigt. Komplizierte Strukturen gab es mE nicht.
  • Fragen zu Namespaces gab es sehr wenige (vielleicht 2-3)
  • Die Iterator– und ArrayAccessInterfaces wurden ausgiebig abgefragt (ca 10 Fragen). Das finde ich persönlich komisch, da für mich ein Interface nicht so ganz außergewöhnlich ist. Aber okay, die Fragen werden vielleicht zufällig ausgewählt.
  • Datenbankfragen gab es auch ein paar. Diese gingen in Richtung PDO und SQL. Nicht unbedingt spezifisch auf MySQL oder ein anderes DB-Server-System. Diese allgemeinen Fragen finde ich gut.
  • Fragen zu OOP waren zu erwarten und sind natürlich auch vorgekommen. Hier waren die Themen „Late static binding“, der static Modifier und die sonstigen Modifier an sich die Hauptpunkte. Ableitungen von Klassen, abstrakte Methoden und Klassen durften auch nicht fehlen. Ein guter Querschnitt über OOP. Design Patterns wurden nicht abgefragt.
  • Allgemeines Wissen aus dem Bereich der Informatik wurde auch geprüft. Bspw. welche Verschlüsselungssysteme symmetrisch sind; ohne tiefer in die Materie einzugehen.

Insgesamt waren die Fragen abwechslungsreiche und der Test hat Spaß gemacht. Wer beruflich PHP entwickeln möchte sollte sich zertifizieren lassen. Der Test an sich ist günstig und wenn man tagtäglich mit PHP arbeitet, sind die Fragen ohne lange Vorbereitungszeit zu beantworten.

5 Kommentare

  1. Ich hätte gern auch mitgemacht, habe aber leider kein Losglück gehabt. Bin mir auch noch nicht sicher ob ich die 5.3 Zertifizierung mache, habe bereits die PHP 5 Zertifizierung.

    Drücke dir die Daumen dass du es geschafft hast.

    Antworten
  2. Deine Eindrücke und Wiedergabe des Tests kann ich nur bestätigen, war bei mir genauso (Testcenter in Walldorf).

    Viele Grüße,
    Uli

    Antworten
    • Ich kann mir vorstellen, dass alle den gleichen Test durchgeführt haben. Dadurch wäre die Vergleichsmöglichkeit am höchsten. Lassen wir uns mal überraschen …

      @phpgangsta: vielen Dank – wird schon schief gegangen sein 😉

  3. Kurze Frage: So einen Test macht man doch eigentlich nur 4 fun oder? Ich meine dort wird ja nur getestet ob man die Sprachelemente kennt/kann und nicht ob man ein guter Developer ist, worauf es ja eigentlich beim Umgang mit der Sprache ankommt.

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    • Ein guter Entwickler wird man nicht automatisch, wenn man einen solchen Test besteht. Das ist jedem, der mit Softwareentwicklung zu tun hat, klar. Es ist einfach ein praktischer Nachweis.

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